ggmüller: texte

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Umbruch

umbruch
heißt das lied des alters,
singt von tagen, die vorbei,
weiß von höhen wie von tiefen,
ahnt voraus, was da noch kommt.

schlägt den bogen weit zurück
zu tagen,
die
nicht tage waren, sondern stunden,
die sich fügten zu so vielen
neuanfängen.
immer wieder war
so vieles,
vieles
unbekannt.

weiß vom schmerz, der nach der freude kommt,
kennt die dummheit jungen lebens,
das das strahlen will, das neue,
und das alte auch, die liebe.

kennt so viele wendepunkte
und schon längst warum? wozu?
setzt dann irgendwann das zeichen,
das den umbruch so markiert:
bis hierher!
und so nicht weiter!

ich setz mich hin und schaue zu!